Stolperschwelle für die Bochum Opfer der NS-Euthanasie
Am 8.06. wird ein Stolperschwelle für die Bochumer Opfer der NS-Euthanasie verlegt.
Zu diesen über 370 als „lebensunwert“ stigmatisierten Ermordeten gehörten auch sogenannte Nichtsesshafte, denen ebenfalls als „Asoziale“ und „Sozialschmarotzer“ das Existenzrecht abgesprochen wurde. Um ihnen zumindest an einer Stelle in der Stadt würdig zu gedenken, unterstützt unser Verein ideell und finanziell die Verlegung der Stolperschwelle.
Diese wird in unmittelbarer Nähe des Rathauses und des damaligen Standortes des Gesundheitsamtes als damals verantwortliche kommunale Verwaltungseinheit verlegt.
Rathausvorplatz (Postalisch: Willy-Brandt-Platz 2-6). Durchgang zum früheren Gesundheitsamt, gegenüber vom Café Oktober
Die Inschrift der Schwelle lautet:
GESUNDHEITSAMT BOCHUM 1933 – 1945
HUNDERTE MENSCHEN WERDEN ALS ´LEBENSUNWERT` STIGMATISIERT -
AUF ANORDNUNG VON GESUNDHEITSAMT UND VERWALTUNG
EINGEWIESEN IN HEIL- UND PFLEGEANSTALTEN UND IN ARBEITSHÄUSER -
ZWANGSVERLEGT UND ERMORDET IN TÖTUNGSANSTALTEN
Die Verlegung wird am 8.06. um 14:00 Uhr durch den Künstler Gunter Demnig erfolgen.
Sie sind herzlich eingeladen.
Am 2.06. werden die Projekte zu den diesjährigen Stolpersteinen und der Stolperschwelle um 17:30 Uhr im Stadtarchiv präsentiert.
Und am 6.06.2026 wird es um 18: 00 Uhr im Prinz-Regent-Theater eine weitere Veranstaltung geben. Zusammen mit Sabine Reich ist ein Rahmenprogramm geplant. Im ersten Teil wird es eine Art szenische Lesung zum Thema "Euthanasie" geben. Daran nehmen Schauspieler eines inklusiven Theaters und eine Schauspielerin des PRT und OMAS GEGEN RECHTS teil. Es wird auch Musik geben. Im zweiten Teil ist eine Podiumsdiskussion geplant, die von der Intendantin Sabine Reich moderiert wird.
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